Ein massiver Wintereinbruch legt derzeit weite Teile Spaniens lahm. In insgesamt elf autonomen Gemeinschaften gelten Wetterwarnungen, vielerorts sorgen Schnee, Eis, Regen und Sturm für erhebliche Verkehrsprobleme. Besonders betroffen ist Kantabrien, wo seit Montag eine Warnstufe Orange wegen intensiver Schneefälle gilt.
Schneefall bis in tiefe Lagen
Nach Angaben der Agencia Estatal de Meteorología (Aemet) werden in Kantabrien innerhalb von 24 Stunden rund fünf Zentimeter Neuschnee erwartet – bereits ab 700 bis 800 Metern Höhe. Zehn weitere Regionen stehen unter Warnstufe Gelb, darunter Galicien, Asturien, Kastilien und León, La Rioja, Aragón, Katalonien, die Region Valencia, Madrid, Kastilien-La Mancha sowie Teile Ost-Andalusiens. Vor allem im Norden, im Zentrum und im östlichen Landesinneren kann sich Schnee auch in tieferen Lagen ansammeln. In Bergregionen wie der Sierra de Madrid, der Cordillera Cantábrica, den Picos de Europa oder der Ibérica werden teils mehr als fünf Zentimeter Schnee erwartet.
Dutzende Straßen eingeschränkt oder gesperrt
Der Wintereinbruch wirkt sich massiv auf den Verkehr aus. Laut der Dirección General de Tráfico (DGT) sind 52 Straßen wegen Schnees beeinträchtigt, darunter fünf wichtige Fernstraßen, die aktuell nur mit Vorsicht befahrbar sind. Zusätzlich hat starker Regen in Andalusien zur Sperrung von zwölf Nebenstraßen geführt – vor allem in den Provinzen Cádiz und Málaga. Dort sorgen überflutete Fahrbahnen und Erdrutsche für erhebliche Einschränkungen.
Glatteis und klirrende Kälte
Neben Schnee und Regen machen auch extrem niedrige Temperaturen zu schaffen. In vielen Regionen fallen die Werte deutlich unter den Gefrierpunkt. In der Sierra de Madrid werden nachts bis zu -7 Grad, in den Parameras de Molina (Guadalajara) sogar -8 Grad erwartet. Auch in den Pyrenäen, im Valle de Arán und in der Ibérica Riojana sinken die Temperaturen auf bis zu -6 Grad. Besonders brisant: In vielen Städten könnten die Temperaturen bereits während der traditionellen Dreikönigs-Umzüge am frühen Abend unter null fallen.
Sturm, hohe Wellen und Starkregen
Nicht nur Schnee sorgt für Probleme. In Katalonien, konkret im Empordà (Girona), gilt ebenfalls Warnstufe Orange – hier allerdings wegen starker Küstenwinde mit Böen bis zu 75 km/h und Wellenhöhen von bis zu sieben Metern.
Andalusien und Murcia stehen zudem unter Regenwarnung (Gelb). In der Küste von Granada sowie in Campo de Cartagena und Mazarrón können innerhalb von zwölf Stunden über 40 Liter pro Quadratmeter fallen, lokal auch in sehr kurzer Zeit. Auch Gran Canaria ist wegen heftiger Regenfälle in Alarmbereitschaft. Zusätzlich gelten Unwetterwarnungen wegen starken Seegangs unter anderem für die Balearen, Asturien, Galicien und die Region Valencia.
Behörden mahnen zur Vorsicht
Die Verkehrs- und Wetterbehörden raten dringend, Fahrten gut zu planen, sich vorab über Wetter- und Verkehrslage zu informieren und Schneeketten oder Winterreifen mitzuführen. In vielen Regionen kann sich die Lage kurzfristig weiter verschärfen. Der Winter zeigt Spanien derzeit seine raue Seite – mit Folgen für Verkehr, Alltag und die beliebten Feierlichkeiten rund um den Dreikönigstag.
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