Arbeitslosigkeit in Andalusien

September 2021

Anstieg der Arbeitslosigkeit in Andalusien im September trotz des historischen Rückgangs in ganz Spanien

Die registrierte Arbeitslosigkeit ist in Andalusien im September um 4.416 Personen (0,55%) gestiegen, was im Gegensatz zum landesweiten Rückgang von 76.113 Arbeitslosen steht, der den stärksten Rückgang in diesem Monat in der historischen Reihe markiert. Nach den am Montag von den Ministerien für Arbeit und Eingliederung vorgelegten Daten beträgt die Gesamtzahl der Arbeitslosen in Andalusien Ende September 800.810, mit einem Rückgang von 155.091 Personen (-16,22%) zum Vorjahr.

August 2021

Die Arbeitsämter Andalusiens haben im August einen Rückgang um 32.102 Arbeitslosen registriert (-3,87 %), womit die Gesamtzahl der Arbeitslosen in der autonomen Gemeinschaft bei 796.394 liegt, während der Rückgang im Vergleich zum Vorjahresmonat 161.333 Personen betrug (-16,85 %). Auf nationaler Ebene ging die registrierte Arbeitslosigkeit um 82.583 Personen auf insgesamt 3.333.915 zurück, was den größten Rückgang der Arbeitslosigkeit in einem August in der gesamten historischen Reihe darstellt.

Juli 2021

Die Arbeitslosigkeit in Andalusien ist im zweiten Quartal 2021 im Vergleich zum Vorquartal um 19.800 Personen (2,23 Prozent) gesunken, womit die Gesamtzahl der Arbeitslosen bei 868.100 Personen (21,58 Prozent der Erwerbsbevölkerung) liegt. Laut der am Donnerstag vom Nationalen Institut für Statistik (INE) veröffentlichten Arbeitskräfteerhebung (EPA) ist die Arbeitslosigkeit in Andalusien im Vergleich zum Vorjahresquartal um 79.700 Personen (10,10 Prozent) gestiegen.

Juni 2021

Arbeitslosigkeit sinkt um 28.561 Personen – 33.762 Arbeitsplätze wurden in Mai neu geschaffen

Die Arbeitsämter von Andalusien verzeichneten im Mai einen Rückgang der Arbeitslosigkeit um 28.561 Arbeitssuchende, womit die Gesamtzahl der Arbeitslosen in Andalusien nun bei 955.936 liegt, 2,9% weniger als im Vormonat. 33.762 Arbeitsplätze wurden neu geschaffen, 1,08% mehr als im Vormonat. Diese Entwicklung wird auf das Ende des Alarmzustands in Spanien zurückgeführt. Im Vergleich zum Mai letzten Jahres gibt es in der andalusischen Gemeinde 13.151 weniger registrierte Arbeitslose (-1,36%), so die am Mittwoch veröffentlichten Daten des Arbeitsministeriums.

1. Quartal 2021

Arbeitslosigkeit sinkt um 19.300 Personen – 30.800 Arbeitsplätze gingen verloren

Die Arbeitslosigkeit in Andalusien ist im ersten Quartal 2021 im Vergleich zum Vorquartal um 19.300 Personen gesunken, so dass die Gesamtzahl der Arbeitslosen auf 887.900 gesunken ist. Dies entspricht jedoch noch immer 22,54% der aktiven Bevölkerung. 30.800 Arbeitsplätze wurden vernichtet, in einem Arbeitsmarkt, der von der dritten Welle des Coronavirus betroffen ist. Laut der Arbeitskräfteerhebung (EPA), die am Donnerstag vom Nationalen Institut für Statistik (INE) veröffentlicht wurde, stieg die Arbeitslosigkeit in Andalusien in einem Jahr um 51.300 Personen, 6,1%, und 54.900 Arbeitsplätze wurden vernichtet, 1,7%, in einem Kontext, der durch die Pandemie gekennzeichnet ist.

März 2021

Arbeitslosigkeit fiel im März in Andalusien um 16.925

Die Zahl der in den Büros des andalusischen Arbeitsamtes gemeldeten Arbeitslosen sank im März in Andalusien um 16.925 Personen im Vergleich zum Vormonat. Die Gesamtzahl liegt nun bei 985.179, während die Einschreibung bei der Sozialversicherung um 1.766 auf 3.097.039 Beitragszahler stieg. Innerhalb des letzten Jahres (März 2020 bis zum gleichen Monat des Jahres 2021) stieg die Arbeitslosigkeit jedoch um 39.846 Personen aufgrund der Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf den Arbeitsmarkt, laut den am Dienstag veröffentlichten Daten des Arbeitsministeriums.

Februar 2021

Andalusien zählt im Februar 14.418 Arbeitslose mehr und überschreitet damit die Millionengrenze

Die Arbeitsämter von Andalusien zählten im Februar 14.418 Arbeitslose mehr als im Januar, was in absoluten Zahlen den größten Anstieg unter den autonomen Gemeinschaften darstellt und die Zahl der Arbeitslosen auf 1.002.104 bringt. Nach Angaben des Ministeriums für Arbeit und Sozialwirtschaft gibt es seit Februar letzten Jahres in Andalusien 195.340 mehr registrierte Arbeitslose, was einem Anstieg von 24,21 Prozent entspricht, verglichen mit 23,50 Prozent des nationalen Durchschnitts.

Rückblick: Herbst 2020

November 2020: die Zahl der in den Büros der öffentlichen Arbeitsverwaltungen (ehemals INEM) in Andalusien registrierten Arbeitslosen stieg im November um 1.097 Personen, ein relativer Anstieg um 0,11% im Vergleich zum Vormonat, so dass die Gesamtzahl der Arbeitslosen in der Region nun 966.504 beträgt. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit in Andalusien im November liegt relativ gesehen unter dem Landesdurchschnitt.

Im Jahresvergleich allerdings liegt der Anstieg der Arbeitslosigkeit in Andalusien über dem Landesdurchschnitt und verzeichnet einen relativen Anstieg von 21,63% gegenüber dem spanischen Durchschnitt von 20,42%. Wie in den Vormonaten enthält die Arbeitslosenzahl für November keine Arbeitnehmer, die von der Arbeit suspendiert sind oder deren Stundenzahl aufgrund eines ERTE reduziert wurde, da sie in der Definition der registrierten Arbeitslosigkeit nicht als arbeitslos gelten. Trabajo berichtete auch, dass die Ausgaben für Leistungen aus ERTE von April bis Oktober fast 13.4 Milliarden Euro erreichten.

Oktober 2020: Die Zahl der Arbeitslosen in Andalusien ist auf 965.407 angestiegen. Im Oktober 2020 hat die Arbeitslosigkeit in der andalusischen Gemeinschaft um 178.293 Personen zugenommen, was einem Anstieg von 22,65% im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht. Die Zahl der in den Büros der öffentlichen Arbeitsverwaltungen (ehemals INEM) in Andalusien registrierten Arbeitslosen ist im Oktober um 9.506 Personen gestiegen, was einem relativen Anstieg von 0,99% im Vergleich zum Vormonat entspricht. Andalusien führt in absoluten Zahlen den Anstieg der Arbeitslosigkeit im Oktober in Spanien an, obwohl der Anstieg in relativen Zahlen mit 0,99% um drei Zehntel unter dem durchschnittlichen nationalen Anstieg von 1,31 lag.

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Die eindeutigen Verlierer der Corona-Krise sind alle Länder, die sich vorwiegend dem Tourismus verschrieben haben. Einer der Spitzenreiter in Europa ist das Land Spanien. Urlaubsgebiete an der südlichen Atlantikküste Costa de la Luz sowie dem Mittelmeer sind besonders in Mitleidenschaft gezogen worden. Die Situation für Andalusien ist prekär. Seit Beginn der Corona-Pandemie wurden in der autonomen Gemeinschaft rund zweihunderttausend Arbeitsplätze zerstört. Und dies scheint erst der Anfang, denn der Zusammenbruch des Arbeitsmarktes setzt sich weiterhin in den am stärksten touristisch geprägten Regionen fort.

Explosion der Arbeitslosigkeit in den Urlaubsgebieten

Eines der beliebtesten Reiseziele der Deutschen ist die Costa del Sol. Urlaubsorte wie Marbella, Nerja und Málaga ziehen Jahr für Jahr zahlreiche Urlauber an die Strände der Mittelmeerküste. Auch die Costa de la Luz steht ganz oben auf der Liste der beliebten Ferienziele, wenn es um Strandurlaub geht. Die Strände von Cádiz zählen dabei zu den Top-Favoriten.

Doch nun hat Deutschland ganz Spanien zum Risikogebiet erklärt. Was passiert also mit den Beschäftigten der Tourismus-Branche? Die Autonome Gemeinschaft von Andalusien sieht schwarz. Die Regionalministerin für Beschäftigung, Ausbildung und Selbständigkeit hat gegenüber der Europa Press eingestanden, dass die Arbeitslosenquote unter bestimmten ungünstigen Umständen mit der aktuellen Corona-Pandemie bis auf 30 % in Andalusien ansteigen könnte. Am Anfang der Krise, im April 2020, wurde bereits ein Verlust von versicherungspflichtigen Arbeitsplätzen in Höhe von 6,6 % verzeichnet. Dabei leiden am stärksten die Arbeitnehmer in der Provinz Málaga. Dort ist nach Ausbruch der Corona-Pandemie die Zahl der Anträge auf Arbeitslosengeld mit 19,7 % förmlich explodiert. Auch Die Provinzen Córdoba und Jaén liegen mit ihrer Arbeitslosenquote weit über 17 %. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die autonome Gemeinschaft Andalusien etwa 13% des nationalen Bruttoinlandsproduktes repräsentiert und der Dienstleistungssektor allein schon 73,5 % davon ausmacht.

Strukturelle Arbeitslosigkeit

Die autonome Gemeinschaft von Andalusien muss sich eingestehen, dass bereits zum Zeitpunkt des Eintretens der Coronakrise die Wirtschaft unter dem Potenzial Spaniens lag. Und das, obwohl die Arbeitsreform von 2012 einige notwendige Dinge reguliert hat. So wurde beispielsweise die Verkettung von Zeitarbeitsverträgen begrenzt sowie das Recht auf Schulung der Beschäftigten anerkannt, mit dem Ziel, eine stabile Beschäftigung der Arbeitnehmer zu erleichtern. Weiterhin konnten Unternehmen mit weniger als 50 Beschäftigten, die übrigens die Mehrheit der spanischen Betriebe ausmachen, mit steuerlichen Vergütungen beim Abschluss neuer Langzeitverträge rechnen. Hierzu zählen insbesondere unbefristete Arbeitsverträge für Jugendliche, Frauen und Langzeitarbeitslose.

Nichts desto trotz hat die Ankunft von Covid-19 und die damit verbundenen notwendigen Schutzmaßnahmen zum Wohl der Gesundheit der Menschen negative Auswirkungen auf die Wirtschaft, insbesondere in einer angeschlagenen Region wie Andalusien. Erstaunlicher Weise steht die Regierung der autonomen Gemeinschaft dem Ganzen nahezu positiv entgegen. Nach Meinung der Wirtschaftsberater ist „die gegenwärtige Krise“ eher zyklisch. Man spekuliert, dass die produktive Fähigkeit nach der Pandemie wiedererlangt wird, um erneuten Wohlstand zu erzeugen. Die Spanische Wirtschaft konnte immerhin seit der Krise im Jahr 2008 positive BIP-Ergebnisse vorweisen. Die Zentralregierung wurde trotz dessen aufgefordert, einen Rettungsplan für den Tourismussektor umzusetzen: „Es handelt sich um eine Maßnahme, die notwendig ist, um einen für Andalusien und Spanien so wichtigen Sektor zu helfen“.

Arbeitslose Studenten in Andalusien

Die Zahl der Studenten, die in Andalusien Arbeit suchen, ist im September 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 27,8% gestiegen und erreichte 24.614 Fachkräfte, so ein Bericht des Personaldienstleisters Randstad. Auf Provinzebene verzeichnete Sevilla mit 6.226 Studenten die höchste Zahl von Arbeitssuchenden, gefolgt von Málaga (3.952), Cádiz (3.587) und Córdoba (3.075). Im ganzen Land suchen 92.480 arbeitslose Studenten nach Arbeit, eine Zahl, die um 49,2 % gestiegen ist. Damit wird hier in den letzten zehn Jahren ein trauriger Rekord erreicht. Das Jahrzehnt begann mit etwas mehr als 75.600 arbeitssuchenden Studenten, eine Zahl, die zwei Jahre in Folge zurückging und dann wieder anstieg, um 2015 das zweithöchste Volumen, fast 79.300, zu erreichen.

2019

Fast sieben Punkte Unterschied in der Arbeitslosenquote: dies ist der prozentuale Abstand, den die andalusische Wirtschaft vom spanischen Durchschnitt trennt. Eine Kluft, die erklärt, warum das Risiko von Ausgrenzung und Armut in andalusischen Haushalten größer ist als in anderen autonomen Gemeinschaften.

Die Daten der Economically Active Population Survey (EPA) für das letzte Quartal 2018, die Andalusien mit einer Arbeitslosenquote von 21,26 Prozent ausweisen, macht es möglich, die „Karte der Arbeitslosigkeit“, die die Exekutive von Juan Manuel Moreno von den sozialistischen Regierungen erbt, genau zu zeichnen.

Konkret wurde die andalusische Arbeitslosenquote im Jahr 2018 um mehr als drei Punkte gesenkt. Dennoch: Andalusien liegt noch immer 6,86 Punkte hinter dem spanischen Durchschnitt. Lediglich Extremadura, Ceuta und Melilla schneiden noch schlechter ab. Trotzdem muss man festhalten: Die Situation hat sich in den letzten fünf Jahren leicht verbessert. Als Susana Díaz den Stab von José Antonio Griñán übernahm, betrug dieser Abstand mehr als 10 Punkte.

Für junge Andalusier jedoch bleibt die Situation dramatisch: mit 45,09% Arbeitslosigkeit gibt es hier nur eine Verbesserung um 1 Punkt im Vergleich zum Vorquartal. National betrachtet liegt diese Quote 11,5 Punkte höher als im Rest von Spanien.

Fazit: Jeder vierte spanische Arbeitslose hält sich in Andalusien auf. 14% der insgesamt 834.300 andalusischen Arbeitslosen sind junge Menschen unter 25 Jahren. Im Hinblick auf diese Zahlen warnte der neue Arbeitsminister Rocío Blanco vor „Triumphalismus“ anlässlich der Verbesserungen.