In der Provinz Málaga ist die Zahl der registrierten Arbeitslosen im Oktober 2026 um 1.062 auf 99.214 gestiegen. Das entspricht einem Plus von 1,08 Prozent gegenüber September. Nach den am 4. November veröffentlichten Arbeitsmarktdaten verzeichnete Málaga damit den größten absoluten Anstieg unter den acht andalusischen Provinzen. Gleichzeitig nahm die durchschnittliche Zahl der Sozialversicherungsanmeldungen in der Provinz leicht zu.
Der Vergleich mit dem Vorjahr fällt allerdings deutlich günstiger aus: Wie das Regionalmedium AxarquíaPlus berichtet, waren Ende Oktober 11.137 Menschen weniger arbeitslos gemeldet als im Oktober 2025. Der aktuelle Monatsanstieg steht somit einer weiterhin niedrigeren Arbeitslosenzahl im Jahresvergleich gegenüber.
Andalusien gewinnt deutlich mehr Sozialversicherungsanmeldungen
Auch in Andalusien insgesamt entwickelten sich die beiden Kennzahlen im Oktober nach oben. Laut der offiziellen Auswertung des Arbeitsmarktobservatoriums Argos der Junta de Andalucía stieg die Zahl der registrierten Arbeitslosen gegenüber September um 2.052 auf 539.041. Zugleich erhöhte sich die durchschnittliche Zahl der Sozialversicherungsanmeldungen um 46.405 auf 3.629.332.
In Málaga war das Plus bei den Anmeldungen wesentlich kleiner: Nach Angaben der Nachrichtenagentur EFE kamen im Monatsdurchschnitt 445 hinzu, ein Zuwachs von 0,06 Prozent gegenüber September.
Mehr registrierte Arbeitslose und mehr Sozialversicherungsanmeldungen sind kein Widerspruch. Die Statistiken erfassen unterschiedliche Größen: hier die Zahl der gemeldeten Arbeitslosen am Monatsende, dort die durchschnittlichen Anmeldungen zur Sozialversicherung. Sie lassen sich deshalb nicht unmittelbar gegeneinander aufrechnen.
Dienstleistungen und Saisonende im Blick
Andalusienweit nahm die registrierte Arbeitslosigkeit nach Angaben der Junta vor allem bei Menschen aus dem Dienstleistungssektor sowie bei Personen ohne vorherige Beschäftigung zu. Im Baugewerbe, in der Industrie und in der Landwirtschaft ging sie dagegen zurück. Diese regionale Branchenentwicklung erlaubt jedoch keine genaue Aussage darüber, wie sich der Anstieg innerhalb Málagas zusammensetzt.
AxarquíaPlus ordnet die Entwicklung in der Provinz dem Ende der touristischen Hochsaison zu. Das ist eine saisonale Einordnung, aber kein Nachweis dafür, dass jeder zusätzliche Arbeitslosenfall auf das Tourismusgeschäft zurückgeht.
Was die Zahlen für Arbeitsuchende aussagen
Für Menschen, die Jobs in Spanien suchen, und für Arbeitgeber zeigen die Daten damit ein gemischtes Bild: mehr registrierte Arbeitslose als im September, zugleich leicht mehr Sozialversicherungsanmeldungen und deutlich weniger Arbeitslose als ein Jahr zuvor.
Wichtig ist dabei die geografische Abgrenzung: Die Zahlen gelten für die gesamte Provinz Málaga, nicht allein für die Stadt oder die Costa del Sol. Wie sich einzelne Küstengemeinden und örtliche Branchen entwickelt haben, lässt sich aus den vorliegenden Angaben nicht ablesen.
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