In Marbella an der Costa del Sol ist ein Paar festgenommen worden, nachdem sein acht Monate altes Baby bei einer medizinischen Untersuchung positiv auf Kokain getestet wurde. Das Kind war zuvor von der Polizei in einem gesundheitlich bedenklichen Zustand aufgefunden worden. Ausgelöst wurde der Einsatz bereits am 8. Februar durch einen Hinweis auf eine Feuerstelle in den Dünen von Cabopino, einem Küstenabschnitt im Osten Marbellas. Laut der Zeitung Diario Sur sowie nach Bestätigung durch kommunale und polizeiliche Stellen stieß die Policía Local de Marbella dort auf ein Paar mit einem Säugling, das in einem Zelt lebte.

Kind zeigte Anzeichen von Mangelernährung

Bei der Kontrolle bemerkten die Beamten, dass das Baby deutliche Anzeichen von Mangelernährung aufwies. Daraufhin wurden die Eltern gemeinsam mit dem Kind zunächst in ein Gesundheitszentrum in Marbella gebracht. Von dort aus erfolgte die Einweisung in das Hospital Costa del Sol. Im Krankenhaus führten Ärzte mehrere Untersuchungen durch und behielten das Kind stationär zur Beobachtung. Im Rahmen einer Urinanalyse wurde schließlich Kokain im Organismus des Säuglings nachgewiesen.

Eltern in Polizeigewahrsam

Nach Angaben der Policía Nacional wurden die Eltern am Dienstag festgenommen. Es handelt sich um eine 25-jährige Frau britischer Herkunft sowie einen 43-jährigen spanischen Mann. Beide wurden zur Polizeiwache in Marbella gebracht und sollen einem Gericht vorgeführt werden. Zu den genauen Umständen, wie es zu der Drogenbelastung des Kindes kommen konnte, laufen die Ermittlungen. Das Wohl des Babys steht derzeit im Mittelpunkt der Maßnahmen der zuständigen Behörden.