Von der Hauptstadt über die Küstenorte bis zu den Dörfern im Landesinneren: die Semana Santa wird in der Provinz Málaga mit besonderer Leidenschaft begangen. Finden Sie hier einen kleinen Überblick über die Orte und ihre besonderen Veranstaltungen.

Hauptstadt Málaga

In der Hauptstadt Málaga finden viele sehenswerte und beeindruckende Prozessionen statt. Eine der berühmtesten ist zweifellos die des Cristo de Mena, die am Gründonnerstag stattfindet. Zu den von den Einwohnern Málagas am meisten verehrten Darstellungen gehören die des „Jesús El Cautivo“ (Ostermontag), der „La Cofradía de la Esperanza“ (Gründonnerstag) und der „Virgen de las Penas“ (Gründonnerstag), für deren Umhang (der jedes Jahr eine andere Farbe hat) man 3800 Gänseblümchen und etwa 2000 Nelken – neben vielen anderen Blumenarten – verwendet.

Velez – Malaga

Die Karwoche von Vélez – Málaga ist ein Fest von nationalem touristischem Interesse. Die Tradition dieses Festes geht auf den Beginn des 16. Jahrhunderts zurück. Von den 19 Bruderschaften sind vor allem „La Virgen del Rocío“ (Palmsonntag), „Huerto“ und „Mª Santísima de los Desamparados“ (Karmittwoch), „Jesús el Pobre“ (Gründonnerstag) und die stille Prozession von „la madrugá“ am Karfreitag: „Soledad de Servitas“ erwähnenswert.

Frigiliana

Die Karwoche ist eine der besten Gelegenheiten, Frigiliana zu besuchen, die als eine der schönsten Gemeinden Málagas gilt. Die Semana Santa von Frigiliana ist vor allem für ihren Kreuzweg am Karfreitag bekannt, an dem der Tod Jesu nachgestellt wird, gefolgt von der Prozession „Jesús Yacente en el Santo Sepulcro“ (Jesus liegend am Heiligen Grab).

Riogordo

Die Osterwoche in Riogordo ist bekannt für „El Paso“, eine Aufführung, an der mehr als 500 Laienschauspieler beteiligt sind und die am Karfreitag und Karsamstag aufgeführt wird. Es wurde zum Festival von nationalem touristischem Interesse erklärt und wird seit mehr als 50 Jahren veranstaltet.

Fuengirola

Die Karwoche in Fuengirola ist bekannt für ihre beeindruckenden sevillanischen Barockbilder. Die Prozessionen der „Cofradía de Nazarenos del Santísimo Cristo de la Caridad“ (Karfreitag) und der „Santísimo Cristo Yacente de la Paz“ (Karfreitag) sind in dieser Gemeinde sehr beliebt.

Marbella

Einige der bekanntesten Bilder der Karwoche in Marbella sind die der Bruderschaft des ‚Nazareno‘ (Karmittwoch) und ‚la Soledad‘ (Karfreitag).

Ronda

Die Ursprünge der Karwoche in Ronda gehen auf die Eroberung der Stadt durch die Katholischen Könige zurück. Dieses Fest, das 15 Prozessionen von 14 Bruderschaften umfasst, wurde aufgrund der beeindruckenden Kulisse, in der es stattfindet, zum touristischen Interesse Andalusiens erklärt und macht die Osterwoche in Ronda zu einem einzigartigen Ereignis. Am Ostersonntag wird der Thron der „Nuestra Señora de Loreto“, der einzige, der ausschließlich von weiblichen Costaleras getragen wird, auf die Straße getragen. Es lohnt sich auch, an der Prozession der Bruderschaft der ‚Vera Cruz‘, dem ‚Ecce Homo‘ (beide Prozessionen finden am Gründonnerstag statt) oder dem ‚Santo Entierro‘ (Ostersonntag) teilzunehmen.

Antequera

Die Karwoche in Antequera ist berühmt für das so genannte „correr la vega“, eine besondere Aktivität, bei der die Throne in voller Fahrt die steilen Hänge hinaufgetragen werden, die zu den Tempeln dieser Gemeinde führen. Ein weiterer besonderer Moment ist das „encuentro“, wenn sich die Throne der gleichen oder verschiedener Bruderschaften als Symbol der Vereinigung gegenüberstehen. In Antequera gibt es zwei Bruderschaften, die am Gründonnerstag Prozessionen durchführen (El Consuelo und Dolores).

Archidona

Sechs Bruderschaften bilden die Semana Santa (Karwoche) von Archidona, die seit der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts gefeiert wird und kuriose Traditionen aufweist. Am repräsentativsten und speziellsten ist vielleicht die Figur der „campanilleros“: eine Gruppe von Bruderschaftsmitgliedern, die mit dem rhythmischen Läuten der Glocken die verschiedenen Prozessionen anführen. Zu den am meisten erwarteten Momenten der Karwoche in Archidona gehören die Throne von „La Huía“ und „La Embajá del Ángel“, beide von der Cofradía del Huerto, die am Karmittwoch auf die Straße gehen. Foto: Michael Mogensen