Eine Reise nach Andalusien mit Kindern ist für viele Familien ein echtes Abenteuer: endlose Strände, lebendige Städte, historische Schätze und eine Natur, die von idyllischen Bergen bis zu echten Wüstenlandschaften reicht. Andalusien ist abwechslungsreich, familienfreundlich und überraschend gut erschlossen – ideal also, um gemeinsam neue Erfahrungen zu sammeln. Doch welche Region eignet sich besonders für Familien? Wann ist die beste Reisezeit? Und was sollte man unbedingt sehen? Hier findest Du einen umfassenden Überblick.
Ist Andalusien gut für Kinder?
Kurz gesagt: Ja – Andalusien zählt zu den kinderfreundlichsten Regionen Spaniens. Die Menschen sind offen, herzlich und gehen selbstverständlich mit Kindern um. Egal ob im Restaurant, Hotel oder unterwegs: Familien werden fast überall willkommen geheißen.
Warum Andalusien für Familien ideal ist:
- Viele Strände sind flach abfallend und für Kleinkinder geeignet.
- Moderne Infrastruktur: gute Straßen, viele Spielplätze, Kinderstühle in Restaurants.
- Überschaubare, fußgängerfreundliche Städte wie Cádiz, Málaga oder Córdoba.
- Viele Museen, Zoos und Parks bieten Familienprogramme oder kindgerechte Inhalte.
- Sonniges Klima, je nach Jahreszeit angenehm und stabil.
Wann ist die beste Zeit, nach Andalusien zu reisen?
Die beste Reisezeit für Andalusien hängt stark davon ab, wie alt die Kinder sind und welche Art von Urlaub Ihr plant. Das Frühjahr von März bis Mai gilt für viele Familien als ideale Zeit: Die Temperaturen liegen angenehm zwischen 18 und 25 Grad, perfekt für Sightseeing, Wanderungen und Rundreisen. Die Natur ist in voller Blüte, die Städte sind noch nicht überfüllt und die Preise bleiben moderat – beste Voraussetzungen für entspannte Familienferien.
Der Frühsommer im Juni eignet sich wunderbar für einen Strandurlaub. Es ist bereits warm genug zum Baden, aber die Hitze ist noch nicht so intensiv wie im Hochsommer. Auch das Meer hat dann in den meisten Regionen eine angenehme Temperatur, sodass Kinder stundenlang im Wasser spielen können.
Der Herbst – besonders September bis November – ist eine weitere Traumzeit für Familien. Das Meer ist noch aufgeheizt vom Sommer, die Strände sind wieder leerer, und die Temperaturen bleiben oft bis weit in den Oktober hinein sommerlich. Gleichzeitig herrschen ideale Bedingungen für Ausflüge in die Natur, sei es in die Berge oder in die Nationalparks.
Der Hochsommer von Juli bis August hingegen ist mit Vorsicht zu genießen, insbesondere im Landesinneren. Städte wie Sevilla oder Córdoba erreichen regelmäßig Temperaturen von über 40 Grad und sind für kleine Kinder oft schlicht zu heiß. Für diese Zeit bietet sich eher die Atlantikküste an der Costa de la Luz an, wo ein frischer Wind und etwas kühlere Temperaturen für Erleichterung sorgen.
Im Winter schließlich – von Dezember bis Februar – zeigt sich Andalusien von seiner milden Seite. Die Temperaturen liegen meist zwischen 12 und 20 Grad, was perfekt für Rundreisen, Spaziergänge und kulturelle Ausflüge ist. Für einen klassischen Strandurlaub ist es dann zwar zu kühl, aber sonnige Tage und viel Licht tun gerade in den Wintermonaten gut und sind eine wunderbare Abwechslung zum deutschen Grau.
Welche Region in Andalusien ist am schönsten?
Jede Region Andalusiens hat ihren ganz eigenen Charakter – und je nachdem, was Ihr als Familie vorhabt, lohnt sich eine andere Ecke des Südens besonders. Die Costa de la Luz in den Provinzen Cádiz und Huelva ist ein echtes Paradies für Kinder: breite, weitläufige Atlantikstrände, an denen man auch in der Hochsaison noch genug Platz findet, treffen hier auf ein entspanntes, eher ruhiges Ambiente. Die Wellen sind perfekt für ältere Kinder, die sich im Surfen versuchen möchten, während Kleinkinder an den flacheren Abschnitten wunderbar spielen können. Die Atmosphäre ist familiär und unaufgeregt – ideal für Familien, die Erholung und viel Natur suchen.
Ganz anders präsentiert sich die Costa del Sol rund um Málaga. Hier ist immer etwas los: zahlreiche Freizeitparks, Zoos, Aquarien und Museen sorgen dafür, dass keine Langeweile aufkommt. Die Infrastruktur ist ausgezeichnet, die Wege sind kurz, und es gibt eine große Auswahl an familienfreundlichen Hotels mit Pools, Animation und bequemen Familienzimmern. Für Familien, die Abwechslung lieben und gerne Ausflüge unternehmen, ist die Costa del Sol ein idealer Ausgangspunkt.
Wer Berge statt Meer bevorzugt, findet in der Sierra Nevada rund um Granada ein vollkommen anderes Andalusien. Hier warten Wanderwege, Bergseen und im Winter sogar Skipisten – ein spannender Kontrast zur Küste. Außerdem lässt sich ein Besuch in der Sierra Nevada perfekt mit einem Ausflug zur Alhambra verbinden, die mit ihren Gärten und Palästen auch für Kinder faszinierend ist.
Auch die Städte Andalusiens bieten viele Highlights für Familien – besonders Sevilla, Córdoba und Granada. Sie eignen sich gut für größere Kinder, die sich für Geschichte, Architektur oder lebendige Altstädte interessieren. Die Städte sind voller Parks, interaktiver Museen und beeindruckender Sehenswürdigkeiten wie der Mezquita in Córdoba oder der Plaza de España in Sevilla.
Noch einmal ganz anders wirkt die Region Almería, die mit ihren Wüstenlandschaften und naturbelassenen Stränden im Naturpark Cabo de Gata fast schon unwirklich erscheint. Die Gegend ist ruhiger und deutlich weniger touristisch geprägt als die Costa del Sol. Familien finden hier kleine Buchten, klare Gewässer und weitläufige Natur – perfekt für Entdecker und alle, die lieber fernab des Massentourismus unterwegs sind.
Top 10 Ausflugsziele in Andalusien mit Kindern
- Bioparc Fuengirola
- Selwo Aventura (Estepona)
- Caminito del Rey (ab 9 Jahren)
- Tabernas-Wüste & Mini Hollywood (Almería)
- Isla Mágica (Sevilla)
- Aqualand & weitere Wasserparks
- Doñana-Nationalpark (Jeep-Safari)
- Gibraltar (Affenfelsen + Seilbahn)
- Alhambra (mit Kinderführungen)
- Cádiz – Altstadt & Strände
Wandern mit Kindern in Andalusien
- Ruta del Río Chillar (Nerja) – Flusswanderung
- El Torcal de Antequera – bizarre Felsformationen
- Sierra de Grazalema – schattige Naturwege
- Sendero de la Mariposa Monarca (Estepona)
Roadtrip durch Andalusien mit Kindern
Ein Roadtrip ist eine der besten Arten, Andalusien zu erkunden – komfortable Straßen, kurze Distanzen
und abwechslungsreiche Landschaften.
Beispielroute (7–14 Tage):
- Málaga – Startpunkt, Strand & Museen
- Granada – Alhambra & Berge
- Córdoba – Mezquita & Altstadt
- Sevilla – Parks & Plaza de España
- Costa de la Luz – Entspannung & Strände
- Tarifa/Gibraltar – Delfinbeobachtung
Orte, die Familien besonders lieben
Andalusien bietet eine ganze Reihe von Orten, die bei Familien besonders beliebt sind – und das aus ganz unterschiedlichen Gründen. Ein Klassiker ist Nerja, ein Küstenort östlich von Málaga. Er verbindet wunderschöne Strände mit einer der beeindruckendsten Tropfsteinhöhlen Europas, der „Cueva de Nerja“. Kinder lieben die Mischung aus Baden, kleinen Buchten und spannenden Höhlenwelten, während Eltern die entspannte Atmosphäre und das klare Wasser genießen.
Ganz anders, aber ebenso familienfreundlich, ist Conil de la Frontera an der Costa de la Luz. Der Ort ist bekannt für seine weitläufigen Strände, das entspannte Surferflair und seine vielen familiengeführten Restaurants. Conil ist ideal für Familien, die Natur, Meer und ein bisschen Abenteuer suchen – hier können Kinder am Strand toben, surfen lernen oder einfach stundenlang Muscheln sammeln.
Málaga begeistert mit einer perfekten Mischung aus Kultur und Freizeitmöglichkeiten. Die Stadt bietet Parks, Strände, moderne Museen mit Kinderprogrammen, eine sehenswerte Altstadt und eine hervorragende Infrastruktur. Für Familien, die gerne in einer lebendigen Stadt wohnen, aber dennoch Strandnähe möchten, ist Málaga kaum zu schlagen.
Mehr Ruhe bietet El Puerto de Santa María in der Provinz Cádiz. Die Strände sind lang und weniger überlaufen, der Ort wirkt gemütlich und charmant. Hier findet man typische spanische Restaurants, hübsche Gassen und ein lokales Flair, das besonders Familien anspricht, die den Massentourismus meiden möchten.
Ein echtes Highlight – besonders für ältere Kinder – ist Ronda. Die Stadt thront spektakulär auf einer tiefen Schlucht und wirkt fast wie aus einem Fantasy-Film. Die berühmte Puente Nuevo, die Altstadt und die umliegende Berglandschaft machen Ronda zu einem beeindruckenden Ausflugsziel, das sowohl kulturell als auch landschaftlich begeistert.
Hotelempfehlungen & Camping
Familienfreundliche Hotels
- Iberostar Hoteles
- Hipotels
- Melia Hotels
- Playa Senator Hotels
Camping & Glamping
- Camping Cabopino (Mijas)
- Camping Roche (Conil de la Frontera)
- Camping Los Escullos (Cabo de Gata)
- Camping Tarifa
- Camping Las Lomas (Sierra Nevada)
Abgrenzung zum Rest von Spanien: Was macht Andalusien besonders familienfreundlich?
Andalusien hebt sich in vielerlei Hinsicht vom restlichen Spanien ab – und das macht die Region besonders attraktiv für Familienreisen. Einer der größten Vorteile ist das Klima: Mit mehr Sonnentagen als fast jede andere europäische Region, angenehm milden Wintern und stabilen Sommerverhältnissen entlang der Atlantikküste finden Familien hier das ganze Jahr über ideale Bedingungen. Selbst im Winter kann man vielerorts draußen spielen, Spaziergänge machen oder kleine Ausflüge unternehmen, ohne sich warm einpacken zu müssen.
Hinzu kommt die beeindruckende Vielfalt an Landschaften, die man in dieser Form sonst kaum in Spanien findet. Auf relativ kurzer Distanz wechseln sich kilometerlange Sandstrände, grüne Bergwelten, dramatische Felsschluchten, fruchtbare Täler und sogar echte Wüstenregionen ab. So können Familien in nur wenigen Tagen Meer, Berge und Kultur erleben – perfekt für neugierige Kinder, die viel entdecken wollen.
Auch das Preisniveau spricht für Andalusien. Während Regionen wie Katalonien oder die Balearen, insbesondere Mallorca und Ibiza, für Familien oft deutlich teurer sind, bleibt Andalusien abseits der absoluten Sommer-Hotspots überraschend erschwinglich. Essen gehen, Unterkünfte oder Freizeitaktivitäten sind meist günstiger, was den Familienurlaub finanziell deutlich entspannter macht.
Und nicht zuletzt prägt die Menschen hier ein ganz eigenes Lebensgefühl: die berühmte andalusische Gelassenheit. Kinder gehören selbstverständlich dazu – ob beim Essen, im Café, am Strand oder im Museum. Familien werden selten als Störung empfunden, sondern als Bereicherung. Diese offene, herzliche Art macht Reisen mit Kindern nicht nur einfacher, sondern auch deutlich entspannter und angenehmer als an vielen anderen Orten in Spanien.
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