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Gepostet by on Feb 6, 2019 | 1 Kommentar

Die Jagd: Andalusiens Schattenseite

Die Jagd: Andalusiens Schattenseite

Im Februar endete in Andalusien die Jagdsaison. Und jedes Jahr auf Neue offenbart sich in dieser Zeit eine dunkle Seite Südspaniens: der Umgang mit Tieren. Grund zur Kritik gibt es vielerorts, auch außerhalb der Jagd. So gerät das Eselreiten in Mijas immer wieder in die Schlagzeilen, häusliche Verwahrlosung von Hunden oder Pferden kommt regelmäßig ans Licht und natürlich die blutige Tradition des Stierkampfes. Die Jagd mit Windhunden ist ein weiteres, düsteres Kapitel in der Geschichte Andalusiens, das jedes Jahr aufs Neue aufgeschlagen wird.

Im Einsatz: Galgos und Podencos

Die Jagd mit Hunden, die ursprünglich aus England stammt, hat in Spanien eine lange Tradition. Vor allem zwei spanische Windhunderassen, die Galgos und die Podencos, werden für diese spezielle Jagd verwendet. Dabei nutzt man den Jagdtrieb der Windhunde zur Verfolgung von Hasen.

Das Ziel dieser Jagd ist es allerdings nicht, die Hasen zu schießen oder zu fangen, sondern es besteht laut „Galgo Info“ allein im Wettbewerb der Windhunde. Die Hunde werden dabei im offenen Gelände auf einen Hasen angesetzt, den sie anschließend hetzen, bis der Sieger ihn schnappt und erlegt. Es handelt sich also weniger um eine tatsächliche Jagd als vielmehr um einen Sportwettbewerb, für den die Hunde in Massen gezüchtet werden. 

Nach der Jagd werden die Tiere „entsorgt“

Die Jagdsaison endet im Februar, und dann werden die meisten Windhunde nicht mehr benötigt. Tausende Galgos und Podencos werden von ihren Besitzern ausgesetzt oder sogar getötet. Jahr für Jahr ereilt ca. 50.000 der spanischen Windhunde dieses Schicksal. Die Hunde, die eigentlich bis zu 15 Jahre alt werden können, sind bereits mit vier oder fünf Jahren nicht mehr für die Jagd nutzbar und werden schließlich entsorgt. 

Sie streunen abgemagert herum, werden angefahren und verletzt. Die spanischen Tierheime sind überfüllt, viele landen jedoch gar nicht erst dort. Da der Tierschutz in Spanien relativ wenig Priorität hat – Tiere gelten nach spanischen Gesetzen noch als „Sachen“, nicht als Lebewesen, entledigen sich viele Besitzer ihrer Tiere, indem sie sie töten. Nicht selten geschieht dies auf grausame und tierquälerische Weise, wie der Fotograf Martin Usborne im Spiegel berichtet. So werden die Hunde manchmal an einem Baum aufgehängt, bis sie sterben. Da ihre Füße dabei leicht den Boden berühren, nennt man diese grausame Exekutionsmethode auch „Klavierspielen“.

Wie kann man helfen?

Tierschutzorganisationen in ganz Europa fordern mittlerweile, die Jagd mit Galgos, die in keinem anderen europäischen Land noch erlaubt ist, auch in Spanien zu verbieten. Das grausame Los der vielen Hunde hat auch einige deutsche Tierschutzeinrichtungen und -vereine auf den Plan gerufen, die versuchen, möglichst viele Tiere in Deutschland zu vermitteln. 
Informationen bekommt man zum Beispiel bei: 
Podenco in Not 
Galgo-Hilfe 
Galgo-Friends 
Podencorosa 

Außerdem gibt es auf change.org eine Petition, die man unterschreiben kann: https://www.change.org/p/parlamento-europeo-prohibe-la-caza-con-galgos-en-espa%C3%B1a-stop-the-hunting-with-galgos-in-spain Jede Stimme zählt!

1 Kommentar

  1. Es ist grausam Tiere zu entsorgen und derartig zu behandeln.

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